Optimales Bild und perfekter Ton !

Ein herkömmliches TV-Gerät, ein Beamer oder eines der neuen Plasmageräte können enttäuschen, wenn das Bild flau und kontrastarm wirkt und vielleicht sogar Störungen den Film- bzw. TV- Genuss stören. Der erwartete Sound aus der Surround-Anlage kommt ebenfalls nicht so herüber, wie man es erwartet hat. Oft wird dabei der Verkabelung der Geräte und deren optimaler Einstellung kein Gedanke gewidmet. Wir zeigen Ihnen wie Sie mit wenigen Maßnahmen die best mögliche Bild- und Tonqualität erzielen

Was sich banal anhört kann in der Praxis ein Grund für nicht zufrieden stellende Bild- und/oder Tonqualität sein: Die Verkabelung der Geräte ist nicht korrekt, oder mit minderwertigem Kabel realisiert. So kann, wenn Sie Ihren DVD-Player mit einem billigen Scart-Kabel aus dem Baumarkt mit dem TV verbinden, die Bildqualität auf der Strecke bleiben. Gleiches gilt, wenn Sie Ihre Sourround-Lautsprecher entweder mit einem zu dünnen Kabel angeschlossen haben oder einer der Lautsprecher falsch gepolt angeschlossen wurde, was durchaus nicht selten der Fall ist. Auch die Verbindung zwischen DVD-Player und AV-Verstärker kann störanfällig sein und somit den Klang negativ beeinflussen.

Wenn die Verkabelung der Geräte stimmt, muss eine Surroundanlage optimal auf den Hörplatz eingestellt werden, damit der Mehrkanalsounds auch da ankommt, wo er hingehört. Auch das Ausgabegerät, sei es ein herkömmlicher Fernseher, ein Rückprojektor, Beamer oder LCD-TV, muss ähnlich wie ein Computermonitor justiert werden, um eine optimale Bildqualität zu liefern. Sind Verkabelung und Einstellung optimiert, kann selbst der einfache Fernseher vom Discounter ein besseres Bild anbieten und selbst die billigste Surroundanlage liefert annehmbaren Raumklang am Hörplatz.



Kabelgewirr
Die DVD wartet neben einer in der Regel hervorragenden Soundqualität auch mit einem qualitativ hochwertigen Bild auf. Um einen DVD-Player mit dem Fernseher, oder einem anderen Ausgabegerät zu verbinden, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die beste Anschluss-Variante: Sie verbinden den DVD-Player über ein voll beschaltetes Scart-Kabel mit dem TV-Gerät. Im Setup des DVD-Players wählen Sie dann für den Video-Ausgang "RGB" aus. Diese Einstellung gewährleistet eine hochwertige Übertragung der Signale. Beamer werden häufig, bedingt durch beispielsweise eine Montage unter der Decke, mit einem S-Video-Kabel angesteuert, dementsprechend muss der Video-Ausgang im DVD-Player-Setup eingestellt werden. Einige DVD-Player bieten auch einen sehr hochwertigen Komponenten- Ausgang, mit dem ein Luminanz- und zwei Farbdifferenzsignale direkt übertragen werden, bezeichnet mit "YUV". Die drei Cinch-Buchsen, die für diesen Anschluss benötigt werden sind mit "Y", "Cr" (bzw. "R-Y") und "Cb" (B-Y) bezeichnet. Bieten Ihre Geräte diese Anschluss-Möglichkeit, ist das die erste Wahl für eine optimale Bildqualität.



In der Regel werden Sie Ihren DVD-Player also mit einem Scart-Kabel an den Fernseher anschließen. Sind DVD-Player und Ausgabegerät RGB-tauglich (im Handbuch nachschlagen), ist ein voll beschaltetes Kabel erforderlich.

Scart-Kabel, auch "Euro-AV" genannt, sind 21-polige, universelle Wiedergabe- und Aufnahme-Verbindungen für Bild- und Tonsignale. Scart-Verbindungen übertragen Composite-, S-Video- und RGB-Signale sowie Stereo- ton. Sogar eine Datenübertragung zwischen DVD-Player und Video- oder Digitalrecorder und Fernseher ist möglich, zum Bei- spiel, um die Senderprogrammierung des Fernsehers automatisch an den Recorder zu übermitteln. Allerdings können nur voll beschaltete Scart-Kabel sämtliche Signalarten transportieren! Viele Billig-Kabel vom Wühltisch besitzen intern nur einen Teil der elektrischen Verbindungen und zudem besteht die Gefahr, dass deren Anschlüsse oxidieren und sich das Bild auf diese Weise verschlechtert. Wählen Sie den Mittelweg und greifen Sie zu einem gut abgeschirmten Kabel mit hochwertigen Steckverbindungen aus dem Fachhandel. Dafür müssen Sie ca. 30 Euro einplanen. Wer High- End Geräte verwendet, kann auch durchaus 100 Euro und mehr ausgeben. Bietet der DVD- Player selbst keinen Scart-Ausgang, muss ein S-Video auf Scart-Kabel bzw. ein Scart-Adapterstecker eingesetzt werden, sofern das TV-Gerät keine alternativen Anschlussmöglichkeiten bietet.



Sound-Verkabelung
Die einfachste Variante, Sound von der DVD wieder zu geben, ist die Verwendung der im TV eingebauten Lautsprecher. Jeder DVD-Player ist in der Lage, aus der auf der DVD enthaltenen Dolby-Digitaltonspur einen Stereo-Downmix auf zwei Kanäle zu erstellen. Hierbei gehen natürlich die Rauminformationen verloren, bzw. sie werden auf zwei Kanäle heruntergerechnet. Um die TV-Lautsprecher zu verwenden, ist kein extra Kabel notwendig, da der Ton zusammen mit dem Bild über das Scart-Kabel übertragen wird. Ebenso lässt sich der DVD-Player über ein herkömmliches Cinch-Kabel mit einem reinen Stereoverstärker verbinden. Der Klang ist besser als aus den TV-Quäkern, Raumklang ist aber auch hier nicht gegeben.

In den vollen Genuss des brillanten DVD-Sounds kommt man erst, wenn der DVD-Player mit einem Mehrkanal-Verstärker oder einer aktiven Lautsprecherkombination verbunden wird. Hier gibt es zunächst einmal grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Der DVD-Player selber übernimmt die Decodierung der Ton-Signale, oder die Decodierung erfolgt in einem entsprechenden AV-Verstärker. Aktuelle Verstärker-Decoder übernehmen, wie der Name schon sagt, die Decodierung der Tonsignale eigenständig. Hier lassen sich al- so sowohl DVD-Player anschließen, die keinen eigenen Deco- der mitbringen, als auch solche mit integriertem Raumklang-Decoder. Bieten beide Geräte einen Decoder, sollte dem Verstärker die Entschlüsselung der Sound- Informationen überlassen werden, denn er verfügt in der Regel über die hochwertigeren Komponenten. In diesem Fall erfolgt der Anschluss des DVD-Players an den Verstärker genau wie bei einem DVD-Player ohne Deco- der: Beide Verbindungen lassen sich mit einem optischen (TOS Link) oder koaxialen (75 0hm) Digitalkabel herstellen. Optische Kabel sind jedoch in der Regel deutlich teurer als Koaxial-Kabel. Daher kann man nur dazu raten, ein Koaxial-Kabel zu verwenden, wenn kein optisches Kabel zum DVD-Player mitgeliefert wird. Optischer und koaxialer Anschluss bringen nämlich die gleiche Qualität. Wichtig aber auch hier: Verwenden Sie gut abgeschirmte Kabel um Störgeräusche durch äußere Einflüsse zu vermeiden.



Verfügt nur der DVD-Player über einen Raumklang-Decoder, so kann der Mehrkanal-Ton auch mit sechs Cinch-Steckern über den 5.1-Eingang des Verstärkers genutzt werden. Dies ist auch der Fall, wenn an Stelle eines Verstärkers nur ein aktives Boxensystem direkt angesteuert wird. Wenn Sie Ihren DVD-Player zukünftig auch nutzen, um den CD-Player zu ersetzen, müssen Sie zusätzlich zur Digitalverbindung vom DVD-Player aus ein herkömmliches Stereo- Cinch-Kabel mit dem CD-Ein- gang des Verstärkers verbinden. Denn wenn Sie von CD auf Kassette aufzeichnen wollen, müsste ihr Verstärker das digitale Signal vom DVD-Player ins analoge umwandeln und dann an den Tapedeck-Ausgang weiterleiten. Das beherrschen aus ungeklärten Gründen aber nur sehr wenige Modelle.



Boxenkabel, eine Philosophie oder Schwachsinn?
HiFi-Fanatiker schwören auf hochwertige Boxenkabel, die mitunter schon einmal mehr kosten können, als andere für die Lautsprecherboxen ausgeben. Müssen derartige Kabel sein? Nein, es sei denn, Ihre Anlage hat Sie so viel gekostet wie eine Mercedes-S-Klasse. Hier gilt es, einen gesunden Mittelweg zu finden: Wer wirklich das letzte Quäntchen Leistung aus seiner Anlage herausholen will und für selbige sehr viel Geld bezahlt hat, sollte natürlich am Kabel nicht sparen. Wer dagegen eine Anlage aus der Mittelklasse hat, wird mit sehr teuren Kabeln die Leistung nicht hörbar verbessern können. Schließt er die Lautsprecher hier mit "Klingel- draht" an, wird sich der Sound aber durchaus verschlechtern. Für den Meter Lautsprecherkabel bei einer Mittelklasse-Anlage 2-3 Euro zu investieren, ist also kein heraus geschmissenes Geld. Wird ein Subwoofer im System betrieben, ist für dessen Betrieb ebenfalls ein gut abgeschirmtes Koax- oder ein gutes Lautsprecherkabel anzuraten.



Computer als DVD-Quelle
Wenn Sie beabsichtigen, Ihren PC als Multifunktionsgerät im Wohnzimmer einzusetzen, DVD- Filme zu genießen, Ihren CD- Player zu ersetzen und MP3-Files abzuspielen, ist es am sinn- vollsten, den PC direkt mit Ihrer Hi-Fi-Anlage zu verkabeln. Alles was Sie dazu benötigen, ist ein spezielles Kabel, und zwar ein Kabel, das auf einer Seite einen 3,5-mm-Klinkenstecker anbietet und auf der anderen Seite zwei Cinchstecker zur Verfügung stellt. Ihre Hi-Fi-Anlage verbin- den Sie mit der Soundkarte, in- dem Sie den Klinkenstecker in die Line-out-Buchse der Soundkarte einstecken und die Cinchstecker in den AV-Verstärker. Prinzipiell können Sie jeden Ein- gang Ihres Verstärkers mit Ausnahme des Phonoeingangsnutzen. Um Daten mit der Soundkarte aufzuzeichnen, benötigen Sie ein zweites Kabel, das genau- so ausgeführt ist wie das für den Anschluss an die Hi-Fi-Anlage. Nun können Sie, vorausgesetzt, Sie haben im Windows-Mischpult den Line-out-Ausgang aktiviert, den Sound vom PC über Ihre Hi-Fi-Anlage genießen oder von den Hi-Fi-Geräten aus Sound auf dem PC aufzeichnen. Das ganze natürlich nur in Stereo.



Um auch vom PC aus in den Genuss von Mehrkanalsound zu gelangen, muss die Soundkarte ebenfalls über einen Digitalaus- gang mit dem AV-Receiver verbunden werden. Einige Soundkarten bieten hier die Möglichkeit, ein optisches Kabel TOS Link) zu verwenden, andere benötigen, weil der Digitalausgang (S/PDIF) in Form einer Klinkenbuchse ausgeführt ist, noch einen so genannten RCA-Adapter. Der Adapter bietet auf der einen Seite einen 3,5-mm-Klinkenstecker und auf der anderen Seite einen Cinchstecker. Dieser Adapter ist im Fachhandel oder direkt bei den Soundkartenherstellern erhältlich.

Verbindung korrekt? Dann ran an die Einstellungen
Soll ein Fernseher, egal ob als Röhren-TV, TFT oder Plasma ausgeführt, ein Beamer oder Rückprojektor optimale Bilder liefern, müssen die Einstellun- gen für Helligkeit, Kontrast, Farbe usw. stimmen. Sie können Ihr Bild entweder nach Gutdünken einstellen, Testbilder zu Hilfe nehmen oder, wenn Sie es ganz genau wissen wollen, mit ent- sprechenden Messgeräten (Leuchtdichtemesser) zu Werke gehen. Wir halten den Mittelweg jedoch für den praktikabel- sten. Ein nach dem subjektiven Empfinden eingestelltes Bild kann durchaus befriedigen, ein mit Testbildern eingestelltes bringt das Bild einer DVD je- doch besser zur Geltung. Farben wirken echter, das Kontrastverhältnis und die Schärfe stimmen, und somit werden auf guten TV- Geräten auch Details sichtbar, die vorher vielleicht untergegangen sind. Haben Sie sich zudem einmal die Zeit genommen, ihr Bild zu optimieren, können Sie davon ausgehen, dass zu dunkle Bilder oder falsche Farben nicht auf ihr Gerät zurück zu führen sind, sondern in dieser Form vom Sender ausgestrahlt werden oder so auf Ihrer DVD vorliegen.



Stilelemente
An dieser Stelle sei angemerkt, dass in vielen Filmen aus stilistischen Gründen oft mit der Farbe "gearbeitet" wird. Zwei Beispie- le: Der Film "Payback" mit Mel Gibson soll den Charme eines al- ten Gangsterfilmes widerspiegeln. Um jedoch nicht in Schwarz-Weiß drehen zu müssen, wählte man eher "blasse" Farben. Der ganze Film er- scheint in einem grau-blauen Farbton. Der Film "Moulin Rouge" mit Ewan McGregor und Nicole Kidman, hat dagegen einen Rotstich. Bevor Sie also hier daran gehen, wegen eines ver- muteten Fehlers solche Stilelemente zu entfernen, lohnt es sich, ihren Fernseher erst ein- mal mit einem neutralen Testbild richtig zu optimieren.

Wir bedienen uns zur Bildoptimierung im Folgenden einer Test DVD von Burosch Audio- Video-Technik. Haben Sie diese DVD nicht zur Hand, ist dies kein Grund, an dieser Stelle nicht weiter zu lesen. Mit den folgenden Informationen sind Sie auch mit beliebigen anderen Testbildern in der Lage, Ihren Fernseher oder Ihren Beamer optimal einzustellen. An dieser Stelle sei aber angemerkt; dass eine Einstellung des Bildes ganz ohne ein geeignetes Testbild wenig Sinn macht. Wenn Sie über einen Satelliten-Anschluss verfügen, können Sie eventuell von den Sendern ausgestrahlte Testbilder empfangen und verwenden. Ideal ist aber in jedem Fall ein normiertes Testbild, das von einer DVD stammt. Für Heimkinofans lohnt sich die Ausgabe für eine Test-DVD allemal, da gelegentlich auch nachjustiert werden muss.

Vorbereitung
Bevor Sie sich überhaupt ein Testbild auf Ihrem Fernseher anschauen, muss das Gerät mindestens eine halbe Stunde in Be- trieb gewesen sein. Erst nach dieser Zeit erreicht die Elektronik einen stabilen Betriebszustand. Gleiches gilt auch für Beamer und Rückprojektoren. Zudem sollten Sie darauf achten, dass keine störenden Spiegelun- gen auf der Mattscheibe zu sehen sind. Dunkeln Sie den Raum am besten etwas ab. Bei Beamern gilt generell: Licht aus!

Nun sollten Sie -falls vorhanden- alle Bildverbesserungseinstellungen der Geräte abschalten, um ein ungefiltertes Ausgangs- bild für die Einstellungen zu er- halten. Besonders "Scan Velocity Modulation" (CTg, Rauschfilter und eventuell per Lichtsensor an das Raumlicht gekoppelte Kontrastverstärker sollten Sie nach Möglichkeit deaktivieren. Empfinden Sie persönlich, dass diese Filter eine Bildverbesserung bringen, können Sie diese nach der Bildoptimierung wieder ein- schalten. Ein ungefiltertes und optimiertes Bild kann jedoch häufig ansprechender sein, als ein durch die Spezialfunktionen "gefiltertes" Bild.

Helligkeitseinstellung
Der erste Schritt zum guten Bild ist die Helligkeitseinstellung. Eigentlich ist der Begriff "Helligkeit" nicht ganz korrekt gewählt, denn diese Einstellung beeinflusst in erster Linie den so genannten Schwarzpegel. Die Helligkeitseinstellung bewirkt also ein Aufhellen dunkler Bildbereiche. Für diese Einstellung eignet sich besonders gut ein so genanntes Pluge-Testbild ("Picture Line Up Generation Equipment"). Dieses Testbild enthält neben den auf der rechten Seite zu sehenden Grauabstufungen auf der linken Seite zwei Balken, die nur bei genauerem Hinsehen zu erkennen sind. Sie sollten die Helligkeit so einstellen, dass der dunklere Balken fast im Hintergrund verschwindet und der hellere noch gerade sichtbar ist.



Kontrasteinstellung
Der Kontrast ist einer der wichtigsten Parameter bei der Bildeinstellung, Sie sollten sich des- halb für diesen Punkt etwas mehr Zeit nehmen und sehr sorgfältig vorgehen. Die Kontrasteinstellung wirkt sich in erster Linie auf den Weißpegel aus, und ein zu hoch eingestellter Kontrast kann bei Bildröhren-Geräten ein Übersteuern bewirken und verkürzt die Lebensdauer der Bildröhre. Bei LCD- oder DLP-Technik können dagegen Details in hellen Flächen untergehen. Die Einstellung des Kontrastes unterscheidet sich bei Röhren-Geräten und der LCD- bzw. DLP-Technik.

Röhren-Geräte
1. Verwenden Sie zur Einstellung des Kontrastes wieder das Pluge-Testbild.
2. Regeln sie den Kontrast auf einen kleinen Wert herunter.
3. Orientieren Sie sich an den vier Rechtecken im Testbild. Achten Sie auf das oberste, hellste Rechteck. Erhöhen Sie den Kontrast, bis das helle Rechteck breiter erscheint, als das dar- unter liegende. Ist dies der Fall, beginnt die Bildröhre zu über- steuern. Die optimale Einstellung liegt kurz vor diesem Punkt. Nehmen Sie den Kontrast wieder zurück, bis sich dasRechteck wieder mit dem unteren deckt. Tasten Sie sich langsam bis zu dem Punkt vor, an dem das Übersteuern beginnt. Hier müssen Sie ein wenig aus- probieren, um die richtige Einstellung zu finden. Ein wichtiger Hinweis dazu: Vermeiden Sie ei- ne dauerhafte Einstellung über dem "Übersteuerungspunkt", dies kann die Lebenserwartung der Bildröhre teilweise drastisch verkürzen.

LCD- DLP-Geräte
1. Verwenden Sie bei diesen Geräten für die Kontrasteinstellung ein Testbild mit abgestuften Graubalken.
2. Achten Sie bei der Einstellung darauf, dass sich die beiden hellsten Balken gut voneinander unterscheiden lassen. Diese dürfen auf keinen Fall gleich hell sein. Ist dies der Fall regeln Sie den Kontrast herunter.

Wichtig: Die Einstellung der Helligkeit und des Kontrastes können sich gegenseitig beeinflussen. Wechseln Sie gegebenenfalls. zwischen diesen Einstellungen, bis Sie das optimale Ergebnis bei beiden Einstellungen erzielen.

Farbeinstellung
Die Farbeinstellung ist für viele Menschen eine individuelle Angelegenheit. Der eine mag eher blassere, der andere eher leuchtende Farben. Einige DVD-Player haben eine eigene Farbjustierung, mit der sich die Bildausgabe für unterschiedliche Geräte anpassen lässt und zudem bieten manche Geräte voreingestellte Farbwerte. Aber auch hier ist es eine Frage des eigenen Geschmacks, ob diese Einstellungen gefallen oder nicht.



Bei NTSC Systemen müssen Farbsättigung und Farbton ein- gestellt werden. PALSysteme regeln den Farbton automatisch, hier lässt sich nur die Farbsättigung justieren. Um die Farbsättigung zu optimieren, liegt der Burosch-Test-DVD ein spezieller Blaufilter bei. Hier lassen sich die optimalen Einstellungen mittels eines Testbildes und dem Blaufilter vornehmen. Wollen Sie die Farbe individuell einstellen, bietet sich ein FUBK-Testbild (Farb-Universal-Bild mit Kreis) an. Dieses Testbild ist das Standard-Testbild vieler Sendeanstalten. Als Anhaltspunkt für die Farbjustage sollten sie einen mittleren Wert (50%) einstellen und von hier ausgehend die für Sie beste Einstellung wählen. Achten Sie darauf, dass die Farbe Rot kräftig leuchtet, aber nicht über die Konturen strahlt. Für die Farbjustage eignen sich auch Realtestbilder von Personen oder Naturaufnahmen. Hier sollten die Farben möglichst natürlich wirken.



Bildschärfe und Geometrie
Die Bildschärfe lässt sich nicht bei jedem Gerät regeln. Sie soll- ten aber unbedingt überprüfen, ob ihr TV, Beamer oder auch der DVD-Player selber über eine derartige Einstellung verfügt. Die Schärfe lässt sich gut mit einem Testbild, das schwarze Linien auf grauem Hintergrund dar- stellt, überprüfen. Orientieren Sie sich an den Kanten der vertikalen schwarzen Linien und erhöhen Sie die Schärfe. Ab einem gewissen Punkt werden Doppelkonturen sichtbar, belassen Sie die Einstellung der Schärfe unterhalb dieses Punkts. Sie können die Bildschärfe auch wieder mit dem FUBK-Testbild überprüfen. Achten Sie auf die feinen schwarzen und weißen Linien im unteren Bildbereich, diese müssen sich deutlich voneinander unterscheiden.

Zur Überprüfung der Geometrie ist die Gitterstruktur und der Kreis im FUBK-Testbild vor- gesehen. Das Bild ist in seiner Größe richtig eingestellt, wenn die Kreislinie rund ist und den oberen und unteren Bildröhrenrand gerade eben berührt. Alle Gitterlinien sollten waagerecht und senkrecht geradlinig verlaufen. Die Gitterflächen sollten die gleiche Größe aufweisen. Stellen Sie starke Abweichungen in der Geometrie fest, muss das Gerät von einem Fachmann justiert werden. Treten diese Geometrie-Fehler bei einem neuen Gerät auf, bestehen Sie beim Händler unbedingt auf einer Nachbesserung.

Verstärker Einstellungen: Das A und O
Moderne AV-Surroundverstärker bieten zahlreiche Einstellmöglichkeiten. Zum einen ist es unverzichtbar, die einzelnen Lautsprecher so einzustellen, dass am Hörplatz auch wirklich Mehrkanalsound ankommt und zum anderen finden sich je nach Verstärker weitere Einstellungen, die sich entscheidend auf den Klang auswirken. Hier ist es dringend anzuraten, einen Blick in das Handbuch Ihres Gerätes zu werfen und sich mit den Möglichkeiten vertraut zu machen. Wir haben im Kasten zu diesem Thema nur einige wichtige Einstellmöglichkeiten zusammen- gefasst, die in der Regel bei jedem modernen Surround-Verstärker zu finden sind. In erster Linie ist es wichtig, das Bassmanagement korrekt einzustellen sowie dem Verstärker die Lautsprecher- und falls möglich die Raum-Größe mitzuteilen. Noch ein Hinweis: Schalten Sie alle Spezial-Programme, die Ihr Verstärker eventuell bietet, bei den Grundeinstellungen ab. Später können Sie die Effekte wieder zuschalten.



Klangaufwertung mit dem Messgerät
Um am Hörplatz das best mögliche räumliche Klangbild zu erhalten, ist es unbedingt erforderlich eine Surroundanlage einzupegeln. Gerade, wenn die Lautsprecher nicht optimal positioniert sind, kann auf diese Weise eine deutliche klangliche Aufwertung erzielt werden. Nach reinem Gehör ist das Einpegeln nur äußerst schwierig und ungenau möglich. Wir empfehlen daher dringend ein Schallpegelmessgerät zu benutzen. Hierzu reicht ein analoges Gerät, dass Sie für ca. 25 Euro kaufen können aus. Das Schallpegelmess- gerät sollte einen Umschalter für die genormten, "A" und "C" Kurven anbieten und zudem die Modi "slow" und "fast" beherrschen. Sie können sich beim Einpegeln der Testtöne, die ein Surround-Verstärker in der Regel anbietet, bedienen, besser ist es aber eine Test-DVD zu benutzen. Erstens ist somit der DVD- Player als tatsächliche Quelle beteiligt, so dass später keine Abweichungen auftreten können. Zweitens wechseln manche der eingebauten Generatoren die Kanäle schneller, als die Anzeige des Messgerätes folgen kann. Am Computer können Sie sich beim Einpegeln des Systems auch mit den Testprogrammen behelfen, die die meisten Soundkartenhersteller ihren Geräten beilegen. Jeder Kanal ist dabei einzeln ansteuerbar. Optimal ist aber auch beim Computer der Einsatz einer Test-DVD. Letzteres trifft übrigens auch zu, wenn Sie am Computer keine DVD Filme anschauen, sondern nur spielen.

Fazit:
Zugegeben: Um in den Genuss perfekter Bilder und einwandfeien Raumklangs zu gelangen, ist ein gewisser Aufwand erforderlich. Haben Sie jedoch bei der Verkabelung alle Fehler ausgeschlossen und sich einmal die Zeit genommen, Bild und Ton zu optimieren, werden Sie mit echtem Heimkinofeeling belohnt. Erst so nutzen Sie die Vorteile der DVD wirklich aus.

Bericht aus der Fachzeitschrift PC Praxis 2009